Lyrik

Ohnesorg

Paradies! du seist gepriesen,
wenn ich wandle durch den Park,
warm umweht hochob den Wiesen,
und genieße diesen Tag!
Dort wo neue Träume sprießen,
wo ich werde, wo ich wag.

Oberhalb der grün Kaskaden
thront ein geistumwob‘ner Platz,
führen Friedrichs Promenaden,
wo die Welt uns wieder hat!
Kummer wird im häng’nden Garten
überwühlt von Prunk und Pracht.

Heute schenkt er Wonnewetter,
wirft die Freiheit in den Hain,
wo der Reben pralle Blätter
diese weben in den Wein!
Und das Wunder dieser Schlösser
lindert jede Weltenpain.

Niederblick die Weinterassen,
durch des Traumes hohe Pfort,
wo die Brunnfontänen prassen
und uns lassen ohne Sorg!
Winde perlen diese Wasser,
oh du zauberhafter Ort.

Ein Exil jenseits Enttäuschung,
wider Frust, dem Weltenwirr,
hier empfindest du Erneurung,
wenn dir je ein Traum verstirbt;
hier erfährst du die Zerstreuung,
dass ein neuer dich durchwirkt.

(September 2008)

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